Berichte & Erfahrungen zu Kamera-Technik

 

 

Messbereiche und Messmethode in der Fotografie



In der digitalen Spiegelreflexfotografie ist die Überbelichtung und die allgemeine Belichtung von Aufnahmen das Hauptthema.
Im analogen Zeitalter war es fast unmöglich gut ausgeleuchtete Fotos während einer Gegenlichtsituation zu erzeugen, da die Objekte im Vordergrund eigentlich immer in den Tiefen abgesoffen sind, da der Hintergrund einen höheren Kontrast als das vordere Objekt hat.
Diese Art von Gegenlichtaufnahmen tauchen sehr oft in der Fotografie auf und vor allem bei Porträtaufnahmen in tollen Umgebungen, wie zum Beispiel am Strand oder auf Wiesen.

Seit der Digitalfotografie mit digitalen Spiegelreflexkameras ist es möglich die sogenannten Messmethoden anzuwenden, um Gegenlichtsituationen ohne großartige Hilfsmittel, wie zum Beispiel einem sehr starken Blitz (hohe Leitzahl), zu umgehen.

Die Messmethoden sind bei den Spiegelreflexkameras von Canon in 3 Bereiche aufgeteilt.
Es gibt die „Mehrfeldmessung“, die „Selektivmessung“ und die „Mittenbetonte / Integral-Messung“.

In den neueren Spiegelreflexkameras von Canon werden diese Drei Messmethoden mit kleinen Symbolen abgekürzt, da der Mensch sich im Fotowesen Symbole besser als Text merken kann.

Der Mehrfeldmessung wurde ein Symbol mit einem Sucherbild mit zwei Klammern und einem dicken dunklen Punkt zugeordnet.

Der Selektivmessung wurde ebenfalls ein Sucherbild mit zwei Klammern, jedoch ohne dicken dunklen Punkt zugeordnet.

Und zu guter letzt bekam die Mittenbetonte Messung nur das Sucherbild ohne kleinere Klammern und Punkte zugeordnet.

Bei der Canon EOS 350D Spiegelreflexkamera sehen die Symbole wie folgt aus:

Messmethoden der Selektivmessung, Mittenbetonten und  Mehrfeldmessung

An erste Stelle steht die „Mehrfeldmessung“, an zweiter die „Selektivmessung“ und an dritter und letzter Stelle die „Mittenbetonte Messung“.

Was machen die Messmethoden?

Mehrfeldmessung

Die Mehrmefeldmessung ist der typische Allrounder aller Fotografen in der Spiegelreflexfotografie, denn mit der Mehrfeldmessung kann grundlegend nichts falsch gemacht werden. Sie ist für Porträts und sogar für Aufnahmen in Gegenlichtsituationen geeignet, wobei das Ergebnis nicht vergleichbar mit einer Selektivmessung wäre.
Jedes Kreativprogramm und sogar die Programme „TV“,“AV“, und weitere Modis nutzen standardgemäß die Mehrfeldmessung.
Diese kann bequem in den Menüeinstellungen verändert werden. Es gibt bei jeder Canon Kamera auch einen „Shortkey“ für die Messmethoden. Bei der Canon EOS 350D ist dieser „Shortkey“ am Navigationsrad mit den Punkten „ISO“, „AF“ und „WB“ zu finden.
Selbstverständlich lässt sich die Messmethode auch über das Menü der Spiegelreflexkamera abändern.

Selektivmessung

Wie bereits bei der Mehrfeldmessung erwähnt, ist die Selektivmessung gut für Gegenlichtaufnahmen geeignet. Denn die Selektivmessung sagt es schon aus, sie misst selektiv einen gewissen Bereich. Dieser Messbereich liegt um den mittleren Autofokus-Punkt herum. Der Bereich deckt ca. 9% des zentralen Sucherbereichs ab und kann nicht verändert werden. Folglich wird das Motiv in seiner Helligkeit bzw. im Kontrastumfang gemessen und daraus der hellste Punkt beziehungsweise Bereich ermittelt. Der Hintergrund wird dabei vernachlässigt, da dieser als Restfläche im Rechnungswesen betrachtet wird. Von 100% des Suchers werden 9% zur Motivberechnung verwendet und die übrigen 91% werden als nicht hellster Bereich gewertet. Es wird demnach der Hauptaspekt auf das Objekt gelegt, sodass dies bei Gegenlicht nicht in den Tiefen absäuft.

Mittenbetonte Messung

Bei der mittenbetonten Messung liegt der Schwerpunkt in einem größeren zentralen Bereich und kann manuell über die Belichtungskorrektur beeinflusst werden. Der Messbereich erstreckt sich fast über 50% des Suchers und nimmt zu den Seiten hin wie ein Verlauf ab.
Es kann auch als „ausgeweiteter“ Selektivmessbereich gedeutet werden, wobei bei der mittenbetonten Messung wie oben erwähnt auf die Ergebnisse Einfluss genommen werden kann.
Diese Messmethode eignet sich eher für erfahrene Benutzer und kann ebenfalls wie bei der Mehrfeldmessung in fast allen Bereichen zum Einsatz kommen.
Durch die entsprechende Belichtungskorrektur erreicht der Fotograf schnell die gewünschte Belichtung mit ausgeglichenen Tiefen und Lichter-Werten.






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