Bulb

Manuelle Langzeitbelichtung für nächtliche Aufnahmen



In der Fotografie spricht man ab einer Belichtungszeit von mehreren Sekunden von der Langzeitbelichtung. Direkt einstellen lassen sich Langzeitbelichtungen bei Kameras, die über Zeitvorwahl oder eine manuelle Belichtungseinstellung verfügen. Auf den meisten Kameras signalisiert ein „B“ die Funktionen für diese Langzeitbelichtung. Dies steht für Bulb (englisch Blasebalg/-ball).

Dass antiquierte Kameras mit solch einer Bulb Vorrichtung über Fernauslöser gesteuert wurden, ist der Grund für diese Bezeichnung jenes Vorgangs. Weil für das Aufhalten des Verschlusses Strom vonnöten ist, wird bei den meisten Kameras, die elektronisch gesteuert werden, wird die Belichtungszeit durch die Akku-Kapazität begrenzt, so dass die Bulb Vorrichtung dann also nicht unbedingt benötigt wird. Fast unlimitierte Belichtungszeiten mit der Bulb Funktion erlauben Kameras, die einen mechanischen Verschluss besitzen. Dies gilt auch für Kameras, die keinen Verschluss besitzen, wie beispielsweise Lochkameras. Auch hier kann die Bulb Vorrichtung für die Langzeitbelichtung unbegrenzt genutzt werden.

In früheren Zeiten diente die Langzeitbelichtung nicht der Kreativität des Fotografen, sondern war einfach notwendig. Dies war der niedrigen Lichtstärke der Objektive und der geringen Empfindlichkeit des Fotomaterials geschuldet. Heutzutage setzt man Langzeitbelichtung ein, damit im künstlerischen und technischen Bereich Bewegungsabläufe aufgezeigt werden können oder wenn man bei geringem Licht fotografieren möchte. Auch dann wird die Bulb Funktion gebraucht.

 

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