Berichte & Erfahrungen zu Kamera-Technik

 

 

Spiegelvorauslösung / Spiegelverriegelung



Mittels der Spiegelvorauslösung / Spiegelverriegelung versuchen die Kamerahersteller bei digitalen Spiegelreflexkameras die Schwingungs- und damit die Unschärfeproblematik bei Aufnahmen mit einem Stativ zu umgehen, indem der Spiegel vor der eigentlichen Belichtung des Sensors hochklappt und in dieser Zeit ausschwingen kann. Dadurch können sich die dabei auftretenden Vibrationen in dieser kurzen Zeit verteilen und abklingen.
Die Belichtung findet kurz nach dem Hochklappen des Spiegels mittels der Spiegelvorauslösung / Spiegelverriegelung (siehe Kameraindividualfunktionen) statt und wird meist bei Makroaufnahmen oder Aufnahmen mit großen Brennweiten (~200mm) auf einem Stativ verwendet. Denn kleinste Vibrationen können bei Verschlusszeiten von 1/60 bis 1/8 und Größer in den daraus resultierenden Aufnahmen deutlich werden.
Bei Aufnahmen aus der Hand macht die Spiegelvorauslösung keinen Sinn, denn der menschliche Puls lässt sich nicht abschalten.
Die Spiegelvorauslösung / Spiegelverriegelung sollte nicht in sehr hellen Umgebungen (Skipiste, direkte Sonne, Wüste) genutzt werden und wenn soll die Aufnahme direkt nach dem Hochklappen geschehen. Denn bei direkter Lichteinstrahlung können die Verschlusslamellen beschädigt werden.




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